Nicht mehr geheim: USA veröffentlichen 162 Dokumente zu UFO-Sichtungen

Nicht mehr geheim: USA veröffentlichen 162 Dokumente zu UFO-Sichtungen
UFOs und beispiellose Transparenz: Welche Geheimnisse hat die amerikanische Regierung enthüllt?. Quelle: Quelle: AI

Die USA haben am 8. Mai 2026 erstmals einen umfangreichen Archivbestand zu unidentifizierten Anomalphänomenen (UAP) veröffentlicht – im Volksmund schlicht UFOs. Das Department of War PURSUE archive stellt 162 Dokumente bereit, die bislang als Verschlusssache galten. Wer sich bisher fragte, ob hinter dem Klischee der geheimen Regierungsakte etwas steckt, kann jetzt selbst nachschauen.

Die Grundlage

Den Anstoß gab Donald Trump per Truth Social im Februar 2026: Er wies die zuständigen Behörden an, UAP-Akten zu entsiegeln und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das neue PURSUE-Programm – Presidential Unsealing and Reporting System for UAP Encounters – koordiniert die Freigabe unter Führung des AARO (All-domain Anomaly Resolution Office), das seit Juli 2022 innerhalb des Pentagon als zentrales UAP-Büro operiert.

Das Paket umfasst 120 PDFs, 28 Videos und 14 Bilder. Darunter befinden sich Berichte des FBI, der NASA sowie militärischer Stellen – allesamt über Jahrzehnte hinweg gesammeltes Material. Der Zugang ist ohne Sicherheitsfreigabe möglich; die Akten liegen offen im Netz.

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Was die Dokumente zeigen

Der erste Schwung konzentriert sich bewusst auf sogenannte „ungelöste Fälle" – also Vorfälle, bei denen Behörden nach eingehender Untersuchung keine eindeutige Erklärung fanden. Kein Wetterballon, kein fehlidentifiziertes Flugzeug: Es geht um Objekte, deren Verhalten oder technische Eigenschaften bekannte Technologien übersteigen – zumindest nach aktuellem Ermittlungsstand. Auch Beobachtungen aus den Apollo-12- und Apollo-17-Mondmissionen sind in diesem ersten Paket enthalten.

108 der 162 Dokumente enthalten Schwärzungen, laut CBS zum Schutz von Zeugenidentitäten sowie aus Sicherheitsgründen für Militärstandorte. Vollständige Transparenz ist das also nicht – wohl aber ein Schritt in diese Richtung. Das Pentagon kündigte an, alle paar Wochen weitere Akten freizugeben.

Einordnung

Verteidigungsminister Pete Hegseth nannte die Veröffentlichung „beispiellos" und erklärte, Bürgerinnen und Bürger hätten das Recht, sich selbst ein Bild zu machen. Im Kongress unterstützten Abgeordnete beider Parteien den Schritt – darunter die Republikanerin Rep. Luna vom House Oversight Task Force und Rep. Burchett.

Was für Deutschland und Österreich konkret relevant ist: Die freigegebenen Akten betreffen ausschließlich US-amerikanische Beobachtungssysteme. Ob NATO-Partner in die Auswertung einbezogen wurden oder ob Bundeswehr-Protokolle berührt sind, dazu hat das Pentagon bislang geschwiegen. Das PURSUE-Modell – rollierende Freigabe, breite Öffentlichkeit, aber selektive Schwärzung – erinnert strukturell an die DOJ-Offenlegung der Epstein-Akten und wirft ähnliche Fragen nach der Kontrolle über das Narrativ auf.

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