Musk löst xAI auf: Grok-Team wechselt zu SpaceX

Musk löst xAI auf: Grok-Team wechselt zu SpaceX
Elon Musk kündigte die Auflösung von xAI als eigenständiges Unternehmen auf seiner Plattform X an.. Quelle: Quelle: SpaceXAI

Elon Musk hat xAI aufgelöst und die Mitarbeiter des KI-Startups in eine neue Unterabteilung von SpaceX überführt. Das neue Gebilde heißt schlicht SpaceXAI. Gleichzeitig schloss SpaceX eine Vereinbarung mit Anthropic, dem Entwickler des KI-Modells Claude – ein überraschender Schritt, denn Musk hatte Anthropic öffentlich kritisiert.

Das Ende von xAI

xAI war erst 2023 gegründet worden und galt als Musks Antwort auf OpenAI. Im Februar 2026 folgte die Fusion mit SpaceX, bewertet mit rund 250 Milliarden Dollar für xAI und einer Billion Dollar für SpaceX – laut CNBC die größte Unternehmenszusammenlegung in der Geschichte der Tech-Branche. Im Mai 2026 gab Musk bekannt, xAI werde vollständig in SpaceX aufgehen. Alle elf ursprünglichen Mitgründer hatten das Unternehmen bis Ende März 2026 verlassen. Musk räumte ein, xAI sei „beim ersten Anlauf nicht richtig aufgebaut worden" und werde nun „von Grund auf neu errichtet".

Der Konkurrent als Kunde

Besonders auffällig ist die neue Partnerschaft mit Anthropic. SpaceX vermietet der Firma Zugang zu Colossus 1, dem xAI-Rechenzentrum in Memphis mit über 220.000 Nvidia-GPUs der Typen H100, H200 und GB200. Anthropic nutzt diese Kapazität für die Weiterentwicklung von Claude, wie das Unternehmen auf seinem Blog bestätigte. Musk begründete den Schritt mit dem enormen Rechenbedarf im KI-Wettbewerb – ideologische Vorbehalte treten offenbar hinter wirtschaftliche Realitäten zurück.

Was das bedeutet

Für Nutzer von Grok – dem KI-Assistenten aus dem Hause xAI – ändert sich vorerst wenig im Alltag. Die Entwicklung läuft unter dem Label SpaceXAI weiter. Hierzulande dürfte die Fusion jedoch regulatorische Fragen aufwerfen: Der EU AI Act und der Digital Markets Act gelten auch für Musk-Produkte, die in Europa angeboten werden. Wie die Konsolidierung von SpaceX, xAI und der Plattform X unter einem Dach kartellrechtlich bewertet wird, ist noch offen. Klar ist: Mit SpaceXAI entsteht ein Konzern, der Raumfahrt, soziale Medien und künstliche Intelligenz unter einer einzigen Führung bündelt – ein Modell ohne direkte Entsprechung in Europa.

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