Mehr Risiko, mehr Innovation: John Ternus übernimmt als Apple-Chef

Mehr Risiko, mehr Innovation: John Ternus übernimmt als Apple-Chef

Apple wechselt die Führung: Am 1. September 2026 übergibt Tim Cook den CEO-Posten an John Ternus und wird selbst Executive Chairman. Ternus, 50 Jahre alt und seit 25 Jahren bei Apple, leitete bislang als Senior Vice President die gesamte Hardware-Entwicklung. Der Wechsel ist kein stiller Generationenübergang – er steht für eine bewusste Neuausrichtung des Konzerns.

Der neue Mann

Ternus studierte Maschinenbau an der University of Pennsylvania und stieß 2001 zu Apple. Unter seiner Verantwortung entstanden zuletzt die M-Chip-Serien und die aktuellen iPhone-Generationen. Er gilt intern als Ingenieur mit konkreten Produktvorstellungen – kein Finanzstratege wie Cook, sondern jemand, der Geräte von Grund auf versteht.

Der Kurswechsel

Laut Bloomberg-Insider Mark Gurman forderten Entwickler und Designer bei Apple seit Jahren mehr Spielraum für neue Ideen – Cook blockte das zugunsten verlässlicher Quartalsergebnisse. Das Ergebnis: Das selbstfahrende Auto wurde nach acht Jahren und Milliarden-Investitionen eingestellt. Das AR-Headset Vision Pro floppte kommerziell und wurde nie weiterentwickelt. Apple wirkte zuletzt eher wie ein gut geöltes Finanzinstrument als ein Technologievorreiter.

Ternus soll das ändern. CNBC sieht seine Hauptaufgabe in der KI-Strategie: Apple hinkt Wettbewerbern wie Google, Microsoft und Meta beim Thema Künstliche Intelligenz deutlich hinterher. Die Abhängigkeit von Google Gemini als externem KI-Partner gilt als strukturelles Problem. Ternus soll eigene Sprachmodelle und KI-Hardware voranbringen – also genau das, wofür er steht.

Darüber hinaus werden laut TechCrunch faltbare iPhones sowie Heimroboter entwickelt – ein Tischgerät und ein mobiler Roboter. Ob diese Kategorien den Durchbruch schaffen, ist offen. Das Risiko ist real; das Potenzial auch.

Was das bedeutet

Für Nutzer in Deutschland ändert sich kurzfristig nichts – iPhones, Macs und iPads laufen weiter. Mittelfristig könnte Ternus' Kurs jedoch spürbare Folgen haben: mehr Eigenentwicklung bei KI, neue Gerätekategorien und womöglich ein anderes Tempo bei Software-Updates. Ob Apple dabei die Anforderungen des EU AI Act und des Digital Markets Act erfüllt, wird hierzulande genau beobachtet werden. Bislang hat der Konzern dazu keine Stellung bezogen.

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