Ask YouTube: Google testet KI-Suche im riesigen Videoarchiv

Ask YouTube: Google testet KI-Suche im riesigen Videoarchiv
Ask YouTube beantwortet Suchanfragen im Gesprächsstil und kombiniert Text mit Videos und Zeitstempeln.. Quelle: Quelle: Google

Google testet seit dem 28. April eine neue KI-Funktion namens Ask YouTube, die die Videosuche grundlegend verändern soll. Statt einer endlosen Liste von Vorschaubildern liefert der Dienst strukturierte Antworten im Gesprächsstil – kombiniert aus Text, Videoclips, YouTube Shorts und Zeitstempeln. Verfügbar ist das Ganze bisher ausschließlich für US-Nutzer ab 18 Jahren mit einem YouTube-Premium-Abo.

So funktioniert die Suche

Wer in den USA die Funktion über den Bereich YouTube Labs aktiviert, sieht im Suchfeld eine neue Schaltfläche. Statt einzelner Videovorschläge beantwortet das System Anfragen in natürlicher Sprache: Auf die Frage nach einer Reiseroute generiert Ask YouTube einen Textplan, wählt passende Videoausschnitte aus und verlinkt direkt auf relevante Zeitcodes. Rückfragen im Chat-Stil sind jederzeit möglich. Google nutzt die gewonnenen Daten, um seine Gemini-Modelle zu verbessern. Bei Erfolg soll die Funktion auch für Nutzer ohne Bezahlabo zugänglich werden – ein konkreter Zeitplan fehlt jedoch.

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Für Deutschland noch kein Thema

Für den deutschen Markt gibt es keine Ankündigung. Die Testphase endet bereits am 8. Juni 2026 – danach entscheidet Google über eine breitere Einführung. Eine Ausweitung nach Europa dürfte aber noch dauern: Der EU AI Act stellt Anforderungen an automatisch generierte Zusammenfassungen und die Fehlerkorrektur solcher Systeme. Hinzu kommen Transparenzpflichten nach dem Digital Services Act.

Dass die Qualitätssicherung noch Arbeit erfordert, zeigt ein bereits dokumentierter Fehler: Das System behauptete fälschlicherweise, der Steam Controller besitze keine Joysticks – Engadget hält den Vorfall fest. Solche Ungenauigkeiten sind bei einer Funktion, die als verlässliche Wissensquelle auftreten soll, ein ernstes Problem.

Was dahintersteckt

Google positioniert YouTube damit als strukturiertes Wissenssystem, nicht mehr nur als Videoplattform. Das ist eine direkte Antwort auf die wachsende Konkurrenz durch KI-Chatbots, die immer häufiger als erste Anlaufstelle für Informationssuche dienen, wie TechCrunch berichtet. Nutzer in Deutschland können die Entwicklung vorerst nur beobachten – und abwarten, ob und wann Google die Funktion hierzulande einführt.

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