iOS 27: Apple öffnet Siri für Gemini und Claude – aber Google bleibt Chef

iOS 27: Apple öffnet Siri für Gemini und Claude – aber Google bleibt Chef

Apple erlaubt ab iOS 27 die Nutzung von Gemini, Claude und ChatGPT direkt in Siri und anderen Systemfunktionen. Das klingt nach echter Wahlfreiheit – ist es aber nur bedingt. Denn Google Gemini ist per Milliardenvertrag als natives Fundament verankert, während alle anderen KI-Dienste als optionale Erweiterungen dazukommen. Die formelle Vorstellung erfolgt voraussichtlich am 8. Juni 2026 auf der WWDC.

Das Konzept

Apple führt in iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 ein neues sogenanntes Extensions-System ein. Damit können Drittanbieter-KI-Dienste tief in das System integriert werden – nicht nur als eigenständige Apps, sondern direkt in Siri, die Writing Tools und die Image Playground-Funktion. Nutzer wählen dann selbst, welcher Dienst welche Aufgabe übernimmt.

Zur Unterscheidung setzt Apple auf verschiedene Stimmen: Siri behält ihren bekannten Klang, Antworten von Gemini oder Claude werden in der jeweiligen Stimme des Drittanbieters ausgegeben. So soll jederzeit klar sein, welcher Dienst gerade aktiv ist und wohin die Anfrage geschickt wird – ein Schritt in Richtung Transparenz, der auch datenschutzrechtlich relevant ist, laut MacRumors.

Die Hierarchie

Was wie Offenheit wirkt, hat eine klare Rangordnung. Google Gemini ist nicht einfach eine weitere Option, sondern das bevorzugte Basismodell – abgesichert durch eine mehrjährige Partnerschaft mit einem Wert von rund einer Milliarde US-Dollar pro Jahr. Claude von Anthropic und ChatGPT von OpenAI kommen als opt-in Erweiterungen hinzu, erklärt Engadget.

Das hat praktische Folgen: Wer keinen Anbieter manuell auswählt, landet automatisch bei Gemini. Die Datenschutzarchitektur für Claude-Anfragen ist zudem noch ungeklärt – während Apple für eigene Modelle Private Cloud Compute einsetzt, fehlen entsprechende Garantien für Drittanbieter. Fragen zur DSGVO-Konformität bleiben damit vorerst offen.

Der regulatorische Blickwinkel

Genau dieser strukturelle Vorteil von Google könnte EU-Wettbewerbshüter auf den Plan rufen. Unter dem Digital Markets Act (DMA) ist Apple als sogenannter Gatekeeper verpflichtet, faire Marktbedingungen sicherzustellen. Eine native Bevorzugung von Gemini bei gleichzeitiger Duldung von Alternativen als Anhängsel könnte als unzureichend bewertet werden.

Unterdessen zeigt ein Blick in die USA, wohin fehlende KI-Liefertreue führen kann: Apple hat sich dort auf eine Zahlung von 250 Millionen US-Dollar geeinigt, um einen Sammelkläger wegen verzögerter KI-Funktionen in Siri abzufinden – bis zu 95 Dollar pro Gerät, berichtet Engadget.

iOS 27 soll regulär im Herbst 2026 erscheinen. Ob und wann alle Extensions-Funktionen auch in Deutschland verfügbar sind, bleibt bis nach der WWDC-Vorstellung offen.

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