Motorola Razr Fold: Erstes Buch-Foldable der Marke tritt gegen Galaxy Z Fold an

Von: Paul Schmitt | heute, 11:00

Motorola betritt mit dem Razr Fold erstmals das Segment der großformatigen Falt-Smartphones – und stellt das teuerste Gerät der Markengeschichte vor. Das Razr Fold kostet in der EU €1.999 (Vorbestellung bis 6. Mai ab €1.749,99) und trifft damit direkt auf das Samsung Galaxy Z Fold 7. Wer ein Buch-Foldable sucht, hat hierzulande jetzt eine ernstzunehmende Alternative.

Das Gerät

Der innere Bildschirm misst 8,1 Zoll (LTPO OLED, 120 Hz, bis zu 6.200 Nit Spitzenhelligkeit), der äußere Bildschirm 6,6 Zoll mit 165 Hz. Im Inneren arbeitet ein Snapdragon 8 Gen 5 mit 16 GB RAM und 512 GB Speicher – keine Kompromisse beim Prozessor.


Das Razr Fold im aufgeklappten Zustand: 8,1-Zoll-OLED-Display mit bis zu 6.200 Nit Spitzenhelligkeit.

Der Akku fasst 6.000 mAh, untergebracht in einem Gehäuse, das im aufgeklappten Zustand nur 4,7 mm dünn ist. Möglich macht das eine neuartige Silizium-Kohlenstoff-Technologie. Geladen wird mit bis zu 80 Watt kabelgebunden und 50 Watt kabellos.

Das Kamerasystem besteht aus drei 50-Megapixel-Objektiven: Weitwinkel, Ultraweitwinkel und ein Periskop-Teleobjektiv mit 3-fachem optischem Zoom. Motorola nennt eine DXOMARK-Gold-Auszeichnung, unabhängige Tests stehen noch aus.


Dreifaches 50-Megapixel-Kamerasystem mit Periskop-Teleobjektiv und 3-fachem optischem Zoom.

Zum Lieferumfang gehört der Moto Pen Ultra – ein Stylus, der ohne Aufpreis mitgeliefert wird. Samsung verlangt für den S Pen bei seinen Foldables extra. Das ist einer der wenigen klaren Vorteile des Razr Fold auf dem Papier.

Auf dem deutschen Markt

Der Vorbestellungspreis von €1.749,99 entspricht dem, was Samsung für das Galaxy Z Fold 7 in der EU aufruft – ein Preisvorteil gegenüber dem Konkurrenten ergibt sich also nicht. Wer früh bestellt, bekommt das Gerät voraussichtlich ab dem 6. Mai 2026.


Das Razr Fold ist in Schwarz und Weiß erhältlich.

Motorola integriert Google Photos tief ins System und führt „Daily Drops" ein – eine Art smarter Zusammenfassungswidgets. Die neue KI-Funktion „Wardrobe" analysiert per Kamera den eigenen Kleidungsstil und schlägt passende Interface-Designs vor. Wie diese Funktion mit den Datenschutzvorgaben der DSGVO umgeht, hat Motorola bislang nicht öffentlich erläutert – ein Punkt, der vor dem Kauf Beachtung verdient.

Das Gerät ist in Schwarz und Weiß erhältlich. Vorbestellungen laufen über Amazon.de und MediaMarkt; die Verfügbarkeit im stationären Handel ist noch nicht vollständig bestätigt. Motorola hat mit der Razr-70-Serie zuletzt gezeigt, dass man bei Flip-Foldables konkurrenzfähig ist – ob das auch für das schwierigere Buch-Format gilt, werden die ersten Praxistests zeigen müssen.