Microsofts $70-Milliarden-Wette auf Activision: Call of Duty-Strategie steht vor einem großen Umdenken

Von: Anton Kratiuk | heute, 12:28

Im Jahr 2023 schloss Microsoft die Übernahme von Activision Blizzard für fast 70 Milliarden Dollar ab. Zu diesem Zeitpunkt verfolgte der amerikanische Konzern ein durchaus nachvollziehbares Ziel — die Kontrolle über die Call of Duty-Reihe zu erlangen, um die beliebteste Shooter-Serie dem Game Pass-Katalog hinzuzufügen und dadurch eine enorme Anzahl von Abonnenten zu gewinnen.

Die Praxis zeigte, dass dieser Plan nicht erfolgreich war — die Game Pass-Zuschauerschaft wuchs nur unbedeutend, aber gleichzeitig gingen die Verkäufe von Call of Duty erheblich zurück, da zwei neue Ableger von Beginn an im Abonnement verfügbar waren. Infolgedessen könnte das Unternehmen angesichts von Personalveränderungen bei Microsoft Gaming seine zukünftige Strategie überdenken.

Was bekannt ist

Der angesehene Insider und Senior Editor von Windows Central Jez Corden sagte in der neuesten Episode des Podcasts The Xbox Two, dass der nächste Teil von Call of Duty möglicherweise nicht am ersten Tag im Game Pass verfügbar sein wird. Er erklärte, dass der neue Leiter der Gaming-Division, Asha Sharma, es nicht ausschließt, Abonnenten den unmittelbaren Zugang zum Shooter nach der Veröffentlichung zu verweigern, da dieses Modell sich als finanziell ineffektiv erwiesen hat und die Entwicklung solcher teuren Spiele unrentabel macht.

Außerdem erhalten Activision und seine Studios nicht genug Mittel für umfangreiche Inhaltsunterstützung für Spiele, da viele Gamer keine Shooter kaufen und es vorziehen, im Abonnement zu spielen, was wiederum dazu führt, dass das Publikum schnell das Interesse verliert.

Corden betonte, dass er sich der Zuverlässigkeit der erhaltenen Informationen nicht 100%ig sicher ist, aber es steckt definitiv Logik in seinen Worten, und die Unrentabilität der neuesten Ableger von Call of Duty wurde von vielen Analysten bestätigt. Obwohl natürlich anerkannt werden muss, dass Black Ops 7 (2025) als einer der schlechtesten in der Geschichte der Serie galt, sodass sein Misserfolg nicht direkt mit Microsofts Strategie zusammenhängt.

Die einzige Frage, die sich stellt, ist: Warum hat Microsoft 70 Milliarden Dollar für Activision Blizzard ausgegeben, wenn der Hauptpunkt ihres Plans sich als Misserfolg herausgestellt hat…

Quelle: Insider Gaming