Hyundai Rally-Simulator verändert Leben: 31 % der Patienten mit Hirnverletzungen fahren wieder Auto
Das Bewegungssystem-Simulator, früher von Hyundai bei Rallye-Wettbewerben in Spanien eingesetzt, hat eine neue Bestimmung gefunden. Jetzt hilft er Menschen mit Hirnverletzungen bei der Rehabilitation und der Rückkehr zum Autofahren.
Vom Rallye-Simulator zum medizinischen Werkzeug
Im Jahr 2019 verwendete Hyundai Spanien einen fortschrittlichen Simulator bei den Etappen des Supercampeonato de España de Rallyes (S-CER) Meisterschaft. Er wurde zu verschiedenen Etappen der Serie transportiert – in Orense, Cordoba, La Nucía, Madrid und Santander. In den Servicezonen konnten sich Fans ans Steuer setzen und sich wie Rallye-Piloten des Hyundai N Performance Teams fühlen. Der Simulator war mit drei gebogenen Monitoren, einem Lenkrad und einem Rennsitz ausgestattet. Zusätzlich verfügte er über ein Bewegungssimulationssystem.
Neue Rolle nach der Pandemie
Die Coronavirus-Pandemie veränderte die Situation. Das Gerät, das von Dutzenden von Menschen bei jeder Etappe genutzt wurde, war für seinen ursprünglichen Zweck schwer nutzbar. Daher entschied Hyundai Spanien, den Simulator an die Fundación Hospitalarias Madrid für die medizinische Rehabilitation zu übergeben.
Seitdem wird die Ausrüstung zur Arbeit mit Patienten mit erworbenen Hirnverletzungen eingesetzt. Zu diesen Bedingungen gehören traumatische Hirnverletzungen, andere Hirnverletzungen und Schlaganfälle. Der Simulator hilft, die kognitiven und motorischen Fähigkeiten, die zum Autofahren notwendig sind, schrittweise wiederherzustellen.
31 % der Patienten konnten wieder Auto fahren
Der Simulator wurde für ruhigere Fahrszenarien angepasst. Statt ein Rallyespiel zu verwenden, nutzt er jetzt Taxi Life: Ein Stadtsimulationsspiel, das vor zwei Jahren von Nacon veröffentlicht wurde. Es simuliert normalen Stadtverkehr und ist für Patienten geeignet, die das Autofahren neu erlernen.
Gemäß dem Rehabilitationsprogramm zeigen alle Patienten Fortschritte während des Trainings. Dies wirkt sich positiv auf ihre Genesung und Lebensqualität aus. Gleichzeitig waren 31 % der Teilnehmer nach dem Programm in der Lage, in realen Bedingungen wieder Auto zu fahren.
Einer der Programteilnehmer, José Miguel Aguilar, erlitt einen Schlaganfall und konnte dank des Simulators wieder ans Steuer zurückkehren. Laut ihm ermöglicht das Training eine schrittweise Überprüfung der grundlegenden Fähigkeiten, das Fahrzeug in der Spur zu halten und die Brems- und Gaspedale zu verwenden, bevor er auf die realen Straßen zurückkehrt.
Aguilar bemerkte, dass die Fähigkeit, wieder Auto zu fahren, seine Unabhängigkeit wiederherstellte: jetzt kann er sich selbstständig bewegen und sogar mit dem Auto zur Rehabilitation kommen.
Quelle: Motor.es