Neue Schuldige im MindsEye-Fehlschlag gefunden – Führungskräfte von Build a Rocket Boy behaupten bezahlte Diskreditierung ihres Spiels

Von: Anton Kratiuk | heute, 07:03

Das Studio Build a Rocket Boy sucht weiterhin nach den Verantwortlichen für das grandiose Scheitern des Actionspiels MindsEye.

Kürzlich berichteten die Medien, dass das Unternehmen seine Veröffentlichungsvereinbarung mit IO Interactive auflöst, was impliziert, dass das Problem beim dänischen Studio lag. Allerdings hat nun Build a Rocket Boy Co-Leader und MindsEye-Entwicklungsleiter Mark Gerhard neue Schuldige gefunden, und es sind immer noch nicht er oder sein Team.

Was ist bekannt

Bei einem geschlossenen Treffen mit Mitarbeitern, dessen Inhalte dank des Portals Insider Gaming bekannt wurden, erklärte Gerhard, dass eine Gruppe von Menschen entdeckt wurde, die sich absichtlich mit Sabotage und der Untergrabung des Rufs von MindsEye beschäftigt hat.

Sein Team habe angeblich „diejenigen erwischt, die das Spiel sabotiert haben“ und bereitet sich nun auf rechtliche Schritte vor. Der Entwickler behauptete, dass eine „sehr große amerikanische Firma“ hinter der Diskreditierung steckte und der direkte Täter die britische Blogging-Unterstützungsplattform Ritual Network war, die er als „Gangsterbande“ bezeichnete. Angeblich wurden mehr als 1 Million Euro für die Informationskampagne gegen Build a Rocket Boy ausgegeben. Laut dem Studioleiter nahmen mehrere Journalisten, Influencer und sogar Mitarbeiter von Build a Rocket Boy daran teil. Gegen all diese wird derzeit die Einreichung strafrechtlicher Anzeigen wegen „Spionage, Sabotage und krimineller Einmischung“ vorbereitet.

All den Aussagen von Mark Gerhard könnte man glauben, wären da nicht eine Reihe von Fragen:

  1. Wer wird durch das Studio Build a Rocket Boy so behindert?
  2. Wer ist bereit, 1 Million Euro für die negative Publicity eines wenig bekannten Studios zu zahlen?
  3. Wie unterscheidet man negative Meinungen von Kritikern/ Bloggern von bezahlten Rezensionen?
  4. Und vor allem: Wie kann man ein Auge zudrücken auf den schrecklichen technischen Zustand von MindsEye und den Mangel an jeglichem künstlerischen Wert?

Erinnern wir uns, dass MindsEye das am niedrigsten bewertete Spiel des Jahres wurde, sein Spitzenwert online auf Steam kaum 3.000 Personen überschritt und täglich 20–30 Personen das Spiel betreten.

Visuelle Bestätigung des Zustands von MindsEye bei Veröffentlichung (obwohl es jetzt, nach den Updates, nicht viel besser ist):

Für diejenigen, die es nicht wissen

Der Leiter und Gründer des Studios Build a Rocket Boy ist der ehemalige Rockstar-Produzent Leslie Benzies, der das Unternehmen 2014 verließ und sich im Streit mit ehemaligen Kollegen befand, wobei er eine Entschädigung von 155 Millionen US-Dollar forderte, diese jedoch nie erhielt. Könnte es sein, dass Benzies und Gerhard Rockstar der Diskreditierung ihres Studios verdächtigen?

P.S. Leider hat niemand den Autor dieser Zeilen für die negative Werbung von MindsEye bezahlt.

Quelle: Insider Gaming