Renault wird Elektromotoren in Frankreich aus chinesischen Komponenten zusammenbauen
Renault kündigte Pläne an, die Montage eines kompakten Elektromotors in Frankreich mit Komponenten des chinesischen Unternehmens Shanghai e-drive einzurichten. Die Produktion wird im Werk in Cléon angesiedelt: Eine neue Produktionslinie mit einer Kapazität von 120.000 Motoren pro Jahr soll 2027 in Betrieb gehen.
Was bekannt ist
Ziel des Projekts ist es, Kosten zu senken und die Rentabilität vor dem Hintergrund eines nachlassenden Elektrofahrzeugmarktes in der EU zu unterstützen. Das französische Unternehmen hat bereits Elektromotoren von Shanghai e-drive im neuen Twingo eingesetzt. Zuvor hatte es auch ein gemeinsames Projekt mit Valeo aufgegeben, um einen teureren Motor ohne Seltene Erden zu entwickeln, zugunsten erschwinglicherer Komponenten aus China.
Gleichzeitig plant Renault nicht, mit dem Autoverkauf auf den chinesischen Markt zurückzukehren, und verweist auf den starken Wettbewerb und den Preiskampf. Stattdessen beabsichtigt der Autohersteller, sich tiefer in die chinesische Lieferkette zu integrieren und gleichzeitig seine eigenen technologischen Kompetenzen zu bewahren.
Renault setzt auch seine Zusammenarbeit mit Geely im Rahmen des Horse Powertrain Joint Ventures fort und folgt der „local-for-global“-Strategie, die den allgemeinen Trend unter europäischen Autoherstellern widerspiegelt, chinesische Technologien und Lieferanten zur Senkung der Kosten für Elektrofahrzeuge zu nutzen.
Quelle: Automotive World